Der Winter zähmt Mensch und Tier.
William Shakespeare




Um die Schönheit einer Schneeflocke erfassen zu können, muss man die Kälte in Kauf nehmen.
Aristoteles


In den Tiefen des Winters erfuhr ich schließlich, dass in mir ein unbesiegbarer Sommer liegt.
Albert Camus

Von Kälte ist die Luft erstarrt,
Es kracht der Schnee von meinen Tritten,
Es dampft mein Hauch, es klirrt mein Bart
Nur fort, nur immer fortgeschritten!
Wie feierlich die Gegend schweigt!
Der Mond bescheint die alten Fichten,
Die, sehnsuchtsvoll zum Tod geneigt,
Den Zweig zurück zur Erde richten.
Frost! Friere mir ins Herz hinein,
Tief in das heißbewegte, wilde!
Daß einmal Ruh mag drinnen sein,
Wie hier im nächtlichen Gefilde!
Nikolaus Lenau

Aber wenn der Winter bevorsteht, steigt ein Sturm aus dem Wasser und verdunkelt das Licht der Sonne, wodurch auch die Tage dunkel werden.
Wenn sich aber im Winter die Luft zur Kälte der Erde neigt, bringen sie und die Kälte aus dieser Verbindung und dem Zusammentreffen Reif hervor, der Kräuter und aufbrechende Blüten schädigt und die Erde durch Zusammenziehen verdorren lässt.
Hildegard von Bingen • Causae et Curae





Titelbild: Rudolf Jettmar • 1928

