

- eingeschossiger Backsteinbreitbau auf Granitquadern über hohem Kellersockel
- Krüppelwalmdach
- zweigeschossiger Mittelrisalit
- klassizistisches Sandsteinportal
- zweiläufige Treppe mit steinernen Wangen

Gut Marutendorf in der Nähe des Westensees gelegen befand sich seit 1309 im Besitz der Ritter von Marute. In der Nähe der heutigen Anlage hatte sich zu jener Zeit eine Wasserburg befunden. Zu beginn des 16. Jahrhunderts wandelte das Geschlecht die Grundwirtschaft in eine Gutswirtschaft um. Die Familie Marute starb im 16. Jahrhundert aus, Nachfolger auf dem Gut wurde die Familie Rantzau. Im 17. Jahrhundert wechselte der Besitz mehrfach, u. a. zu den von Ahlefeldt und von Rumohr und die späteren Grafen zu Kielmansegg, von Schimmlmann und Wedderkop. Ab 1788 übernahm Peter Anton das Gut ließ das noch heute stehende eingeschossige Herrenhaus erbauen. Im Jahr 1822 wechselte der Besitz in die Hand der Familie Schreiber (von Cronstern), die es an die Grafen von Plessen vererbten.
(Quelle: Homepage)


Ich habe als Teenager viel Zeit auf Marutendorf verbracht. Eine Schulfreundin wohnte in Schönwohld und nahm mich mit dorthin. Damals standen in dem Stall noch Pferde, die wir reiten durften – im Gegenzug zu Stallarbeiten, Füttern und Leder putzen. Das gesamte Gelände stand uns für Ausritte zur Verfügung – was für ein unbeschreiblicher Luxus!
Auch auf dem Strohboden haben wir in übernachtet. 🙂
Die Gräfin von Plessen, immer in Lodengrün gekleidet, war eine reizende alte Dame, die mit Gummistiefeln über den Hof stapfte. Es gab einen Stallknecht, Louis, der in seiner Jugend Jockey gewesen war und über viel Pferdeverstand verfügte.
So viele Erinnerungen… Irgendwo müssen noch alte Fotos sein…


Der große Garten des Gutes Marutendorf umfasst vier Hektar. Neben der blauen Bank sorgt auch eine Pferde-Skulptur für Aufsehen. Die Skulptur zeigt die einstige Trakehner-Siegerstute „Griseldis“ der Familie Müller. (Quelle: KN)
Die Parkanlage wurde 1816 beschrieben: es gab unterschiedliche Quartiere, Lustgänge, Promenaden und Alleen, sogar Treibhäuser (Quelle).

welche seit ca. 1850 von Behoerden, Anwaelten, Notaren
und Firmen zum verschliessen der Post verwendet wurde.

