Der Garnisonfriedhof – Friedhofsallee 13, 24768 Rendsburg – liegt direkt neben dem Neuwerker Friedhof. Vor mehr als 200 Jahren (1805) wurde er als Militärfriedhof angelegt. Er zeugt von der wechselvollen Geschichte Schleswig-Holsteins. Beisetzungen werden hier in der Regel nicht mehr durchgeführt. (Quelle)



Wenn man direkt vom Parkplatz den Nebeneingang nimmt, sieht man zuerst den Findling:






Hier wurden bis 1849 die Gefangenen beigesetzt, die während der Verbüssung ihrer Haftstrafen (Festungsarbeiten) im Stockhaus der Festungsstadt verstarben. Ihre Gräber erhielten keine Grabsteine.













Gedenkstein Laboratoriumsexplosion 1850
Die größte Katastrophe in der Rendsburger Stadtgeschichte: Am 7. August gegen 11.30 Uhr knallte es zweimal. In der Munitionsfabrik, dem ‚Laboratorium‘ auf der Eiderinsel, explodierte die Munition. Es gab 110 Tote und die Häuser in der Umgebung wurden zerstört.

Denkmal den bei der Explosion des Laboratoriums am 7. August 1850 Gebliebenen des Laboratorien-Etats, 2 Oberfeuerwerkern, 3 Feuerwerkern, 4 Unteroffizieren, 3 Bombardieren und 23 Kanonieren, gewidmet von dem Personale des Laboratorien-Etats.

Ausser den Gebliebenen des Laboratorien-Etats fanden von den in dem Gebäuden zur Arbeit commandirten Artilleristen und Infanteristen 75 Mann ihren Tod; unter diesen 16 Eleven aus der Unteroffizierschule in einem Alter von 12 bis 18 Jahren.

Bei der Explosion kamen von dem an Ort und Stelle beschäftigten Personale des Laboratorien-Etats mit dem Leben, jedoch sämtlich mehr oder weniger schwer verletzt davon: beide Offiziere, der Rechnungsführer, 1 Unteroffizier, 2 Bombardiere und 12 Kanoniere. Diese Rettung gränzt an das Wunderbare, da die Gebäude, in denen sie sich zur Zeit der Catastrophe befanden, dem Boden gleich gemacht, ja selbst die Fundamente aus der Erde gerissen wurden.




















Die Grabmale aus Gußeisen wurden in der Carlshütte in Büdelsdorf hergestellt.
































Einmal über die Straße zum Neuwerker Friedhof…
Mehr Infos über die hier Bestatteten beim Onlineprojekt Gefallenendenkmäler (externer Link)

