Natur!
Wir sind von ihr umgeben und umschlungen –
unvermögend aus ihr heraus zu treten,
und unvermögend tiefer in sie hinein zu kommen.
Ungebeten und ungewarnt nimmt sie uns in den Kreislauf ihres Tanzes auf
und treibt sich mit uns fort,
bis wir ermüdet sind und ihrem Arme entfallen.
Sie schafft ewig neue Gestalten,
was da ist, war noch nie,
was war, kommt nicht wieder –
alles ist neu, und doch immer das Alte.
Wir leben mitten in ihr und sind ihr Fremde.
Sie spricht unaufhörlich mit uns und verrät uns ihr Geheimnis nicht.
Wir wirken beständig auf sie und haben doch keine Gewalt über sie.
•
Georg Christoph Tobler
ca. 1780


