Wer zuviel trauert stört die Toten im Schlaf.
Trauer kommt nie von dort, woher man sie erwartet.
Inspector Barnaby
Nicht in Lüften, nicht im Meere,
nicht auf schroffen Bergeshöhen,
nirgends ein Versteck im Weltall,
wo nicht Todesbanner wehen.
Buddha
Nur Sommergräser nach den mächtigen Kriegern, nach Träumen von Ruhm.
Basho

Philosophieren heißt sterben lernen.
Michel de Montaigne
Ach, ich bin des Treibens müde! Was soll all die Qual und Lust.
Süßer Friede, komm, ach komm in meine Brust.
Goethe
Ach, es ist so dunkel in des Todes Kammer,
Tönt so traurig, wenn er sich bewegt
Und nun aufhebt seinen schweren Hammer
Und die Stunde schlägt.
Matthias Claudius
Der Tod ist groß. Wir sind die Seinen lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen, wagt er zu weinen mitten in uns.
Rilke

Jeder Mensch weiß, dass er irgendwann sterben muss, aber niemand glaubt es tatsächlich.
Marion Passarge
Ein schöner Tod ist die höchste Freude, die höchste Errungenschaft der Intelligenz. Das Leben ist nur um seinetwillen da.
Somtow Sucharikul
Der Tod ist eine Blume, die blüht ein einzig Mal.
Doch so er blüht, blüht nichts als er.
Er blüht, sobald er will, er blüht nicht in der Zeit.
Er kommt, ein großer Falter, der schwanke Stengel schmückt.
Du lass mich sein ein Stengel, so stark, dass er ihn freut.
Paul Celan
Ringsum ist Felseneinsamkeit.
Des Todes bleiche Blumen schauern
Auf Gräbern, die im Dunkel trauern –
Doch diese Trauer hat kein Leid.
Der Himmel lächelt still herab
In diesen traumverschlossenen Garten,
Wo stille Pilger seiner warten.
Es wacht das Kreuz auf jedem Grab…
Georg Trakl
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in andre, neue Bindungen zu geben.
Hermann Hesse
Ich verschiebe den Tod, indem ich lebe, leide, Fehler mache, Risiken eingehe, gebe und verliere.
Anais Nin
Was in mir stirbt, bin ich nicht selbst.
Was in mir lebt, mein Lebendigstes kennt keinen Untergang.
Inschrift auf dem Südfriedhof
Wo du auch weilst, weilt einer mit
Und geht mit dir von statten.
Es folget dir auf Schritt und Tritt
Ein dunkles Bild – dein Schatten.
Es mahnt dich still, wie klein die Frist,
Wie kurz dein Erdenwallen
Wie bald du seinesgleichen bist,
Dem Schattenreich verfallen.
Inschrift auf dem Südfriedhof
Lebe wohl geliebtes Leben, trauernd wir am Grabe stehn.
Betend falten wir die Hände, lebe wohl auf Wiedersehn!
Ruhe sanft, du teure Seele, segnend schau auf uns herab.
Eine heil’ge Trostesbrücke baut die Liebe übers Grab.
Wenn auch der Tod ein theures Auge bricht,
So mahnt zu hohem Trost uns doch der Glaube.
Verklärt sehn wir uns einst im ew’gen Licht,
Ob auch der Leib zerfällt zu Asch und Staube.
Inschrift auf dem Südfriedhof

