Klosterkirche Bordesholm

Lindenplatz
Leider ist die große, alte Linde irgendwann krank geworden und wurde gestutzt.
Klosterkirchhof
  • Baubeginn 1327
  • Übersiedlung der Stiftsherren aus dem Stift Neumünster
  • seit 1332 beherbergt sie die Gebeine des Hl. Vicelin (heute verschollen)
  • 1450 und 1490 – Erweiterung der drei westlichen Joche für die Laiengemeinde
  • im 15./16. Jahrhundert Pilgerkirche
  • Aufhebung 1566 – danach akademisches Gymnasium, aus dessen Vermögen 1665 die CAU Kiel hervorging
  • Verfall der Klosterbauten
  • 1737/38 Wiederherstellung der Kirche als evangelische Pfarrkirche
  • 1859-61 Kirchensanierung und Abriss der Klausurbauten

Bronzekenotaph 

für Anna von Brandenburg und Herzog Friedrich I. von Schleswig-Holstein-Gottorf. Sie wurde 1514 hier beigesetzt, er als dänischer König aber in Schleswig bestattet.

Verkündigung

Das Chorgestühl wurde 1509 von Friedrich I. und Anna gestiftet.

neugotische Kanzel • 1860/61
Bronze-Löwe • gehörte mit drei anderen zum Begräbnis Pogwisch

Muhliuskapelle

Sandsteinsarkophag des Theologieprofessors Friedrich Gabriel Muhlius († 1776)
Madonna in einer Nische

In einer Kirche stehen.
Für einen Augenblick lang
eins sein mit den Steinen des Bodens,
mit den Mauern,
mit den Fenstern,
mit den Bögen,
mit den spitzen und den runden,
mit Himmel und Erde,
mit gestern und heute,
mit Leib und Seele,
mit mir und den anderen,
mit Freunden und Feinden,
mit Gott in mir,
mit Gott außer mir.
Für einen Augenblick nichts als Sein.
Ewig sein.
Mensch sein.

Text von einem Flyer, den Pastor Engel für die Besucher ausgelegt hatte.


Hier stand früher der Bordesholmer Altar, der nun im Schleswiger Dom zu sehen ist.
Relief des Kieler Mediziners Prof. Major († 1693)
Kupfertaufe – Geschenk von Herzog Karl Friedrich – 1737
Matthäus und Markus
Spätbarocker Hochaltar – 1727 als Ersatz für den Bordesholmer Altar aufgestellt
Lukas und Johannes
Kirchenväteraltar • um 1510
Augustinus Altar • Figur und Rankwerk um 1500 – wurde 1848 in einen neuen Schrein eingearbeitet
Ausmalung des Gurtbogens (rekonstruiert)

Russische Kapelle

Grabkapelle des 1739 verstorbenen Herzogs Carl Friedrich – vermählt mit Anna Petrowna – dem Vater des späteren Zaren Peter III.

Geißelung Christi • Spätmittelalter, 1999 wiederentdeckt

Grabanlage

Herzog Georg Ludwig und Gemahlin Sophie Charlotte – Stammeltern des oldenburgischen Herzoghauses

Georg Ludewig Herzog von Holstein Gottorp


Heiss war dein Lebenstag, du Redlicher: Thaten des Rhumes, grössere Thaten des Wohls kränzten mit Lorbeer dein Haupt. Friedlich kam die Kühle des Abendes; ehe die Dämmerung schattete, führte der Tod dich zu dem Lager der Ruh. Schlummere, heiliger Staub. Dein Geist umschwebe waltend, Vater, und lehre den Sohn, bieder zu sein und gerecht.

Sophie Charlotta Herzogin von Holstein Beck


Lebend warst du des Manns untrennbare treue Genossin, unter Waffengetös und an den Küsten des Nords. Freundlich vereinte der Tod die Liebenden. Noch war die Fackel seines Sargs nicht vertrannt, als sie auch seinen beschien. Aber ich, ein verwaistes Kind, in der Wüste des Lebens, sehne mich trostlos zu dir, zärtliche Mutter, ins Grab.