Gut Güldenstein

Torhaus – Zustand um 1994
Foto: Holger Ellgaard • Quelle: Wikipedia
  • mittelalterliche Wasserburg
  • Familie Sehested
  • diverse Besitzerwechsel
  • 1726 Bau des Herrenhauses – Familie Thienen – Architekt R.M. Dallin
  • denkmalgeschützt
  • keine Pläne zu finden
  • im Privatbesitz der herzoglichen Familie

Eingebettet in einen Landschaftsgarten am Rand der holsteinischen Schweiz, etwas abseits gelegen und von einem Wassergraben umgeben, befindet sich ein Hauptwerk spätbarocker Herrenhausarchitektur. Das im Oval errichtete Gut ist seit 1839 Teil des ostholsteinischen Güterbesitzes der Großherzöge von Oldenburg. Der Wirtschaftshof, der ursprünglich vom Herrenhof durch einen Hausgraben getrennt war, wird durch ein Torhaus betreten. Der Herrenhof ist von kleinen Bedienstetenhäusern flankiert und wird durch das große barocke Herrenhaus, welches zwischen 1726 und 1728 von R. M. Dallin erbaut wurde, dominiert. Es gilt als eines der Hauptwerke spätbarocker Herrenhausarchitektur im Land: Ein schlossartiger, zweigeschossiger Dreiflügelbau aus Backstein wird von einem roten Ziegelwalmdach bekrönt. Die Seitenflügel sind um eine Fensterachse vor die Hauptfassade gezogen, die durch einen Mittelrisalit betont wird. Die Raumaufteilung entstammt im Wesentlichen der Erbauungszeit. Durch ein Vestibül werden die seitlichen Säle und das verdeckt liegende Treppenhaus erreicht.
(Quelle: Deutsche Stiftung Denkmalschutz)

Parkanlage

450jährige Eiche
Zypresse
Pferdekoppeln
  • seit circa 1780 Mühlenbach mit Tal, Grotte und Denkmälern als englische Partie
  • 1850 Wunderberg mit Ernestinenlust als Aussichtspunkt
  • Landschaftsgarten circa 200 x 300 m
  • Trauereschen, Federbuchen, kalifornische Flusszypresse, Eßkastanie, Eiche

„Der Güldensteiner Park gehört zu den jüngeren Anlagen im Lande. Güldenstein ging 1839 in den Besitz der Großherzoglichen Oldenburgischen Familie über. Großherzog Peter als Park- und Baumliebhaber hat damals gleich angefangen, den Park aus den Gegebenheiten der schönen Landschaft zu gestalten. Merkbaum im Garten neben dem Schloss ist ein nunmehr über 100-jähriger Mammutbaum, wie ihn Großherzog Peter auch in seinen Oldenburger Parks, anscheinend aber nicht in Eutin, anpflanzte.

Kennzeichnend für den Güldensteiner Park sind gepflanzte Gruppen von Nadelbäumen, Fichten und Lärchen, auch Kiefern auf den Rasenflächen sowie mächtige Eichen im Parkgelände ebenso wie auf den benachbarten Viehweiden und in der Feldflur. Sie leiten den Park dorthin zwanglos über, ebenso wie es die Parkbäume nach und Süd-Osten zum Walde hin tun. An Jungpflanzen sind vier Metasequoien erwähnenswert.“
(Textquelle)

Fotos: Exkursion mit der VHS 1994

Man kann Ferienwohnungen auf dem Gut mieten: