Ginkgo biloba

Klasse: Ginkgoopsida – mit nur einer Gattung
Familie: Ginkgoaceae

Beschreibung: weibliche und männliche Bäume • Spermatophyta (Samenpflanzen)

Herkunft: aus China: Ya Chio (Entenfuß) oder Yin Hsing (Silberaprikose)
in Europa seit 18.Jh. • Plantagenanbau 

Wissenswertes:
Großer evolutionärer Abstand zu anderen Pflanzen; Urgewächs.

Dieses Baumes Blatt, der von Osten
meinem Garten anvertraut,
gibt geheimen Sinn zu kosten,
wie’s den Wissenden erbaut.

Ist es ein lebendig Wesen,
das sich in sich selbst getrennt?
Sind es zwei, die sich erlesen,
dass man sie als Eines kennt?

Solche Fragen zu erwidern
fand ich wohl den rechten Sinn;
fühlst du nicht an meinen Liedern
dass ich Eins und doppelt bin?

Goethe

Droge: Blätter > Trockenextrakte für Fertigpräparate

Inhaltsstoffe:
Flavonolglykoside, Flavonolacylglykoside, Biflavonoide, Catechine, oligomere Proanthocyane, Terpenoide (Diterpene Ginkgolid A, B, C, J > bitterer Geschmack, mit 3 Laktonfunktionen, tertiäre Butylgruppe, im Pflanzenreich einmalig), Steroide, organische Säuren, N-haltige Verbindungen (im Herbstlaub sehr viel, Metabolit des Tryptophans beim Eiweißabbau)

Wirkung:
Förderung der Durchblutung in Arterien, Kapillaren und Venen, Verbesserung der Fließeigenschaft des Blutes, Antagonisierung des plättchenaktivierenden Faktors (PAF), Beeinflussung des zerebralen Stoffwechsels, Schutz vor hypoxämischen Schäden, Radikalfängerfunktionen, Beeinflussung von Transmittersystemen

Anwendung:
arterielle und periphere DBS, Hirnleistungsstörungen, Konzentrations- und Gedächtnisschwäche, Ohrensausen, bei altersbedingten Erkrankungen

Monografie positiv, WHO, HMPC

CAVE: MDT, Allergie