Eckernförde



„Der Friedhof Am Mühlenberg in Eckernförde, eröffnet 1827, ist ein Ort, der Tradition und Moderne vereint. Geprägt durch historische Gräber, Denkmäler und alte Lindenalleen, ist die gepflegte Anlage nicht nur letzte Ruhestätte vieler Eckernförder Familien, sondern auch ein bedeutender Teil der Stadtgeschichte. Beeindruckend sind die Erinnerungsstätten an Kriegszeiten sowie die Gräber von Persönlichkeiten wie Maler Max Streckenbach und Senator Heinrich Gaehtje.“
Quelle: Friedhofsamt Eckernförde

- 3,3 Hektar
- 3.500 Grabstätten
- teilweise unter Denkmalschutz
- seit 1827 in Betrieb

Schon nach wenigen Meter bin ich von diesem Friedhof gefesselt! Es gibt so viel zu entdecken – aber Vorsicht – der Boden ist dicht bedeckt von lila Krokussen; auf den Grufthügeln setzen Schneeglöckchen Akzente.







Die Kapelle ist nach dem Entwurf des damaligen Direktors der Baugewerkschule, Spetzler, gebaut.


Die gepflegte Anlage mit altem Baumbestand, mit Kapelle, Denkmalen und Gruften gilt als historisch bedeutungsvoll und dient vielen Eckernförder Familien als letzte Ruhestätte. Die Totenbeliebung von 1629 schenkte im Jahre 1827 ein Grundstück am Alten Mühlenberg, das eigentlich auf Borbyer Grund und Boden lag, der Kirchengemeinde St. Nicolai Eckernförde.































„Der Offizier Müller vom Schleswigschen Jägerkorps, das in Eckernförde in Bürgerquartier lag und hier garnisoniert war, erhielt von der Kirchengemeinde den Auftrag, einen Plan der Friedhofsanlage zu entwerfen und die Ausführung zu beaufsichtigen. Nach diesem Entwurf, der noch heute erhalten ist, sollte ein großes Kreuz von Baumalleen entstehen. Das Friedhofsgelände wurde von vier Alleen in vier Quadrate geteilt. Damals entstanden die Ulmen, die noch heute die vier einzelnen Begräbnisstätten kennzeichnen.“
Quelle: Find a grave





An dieser Stelle des Friedhofes ruhen die sterblichen Überreste von 22 Personen, die Frühjahr 1945 in Eckernförde verstorben sind. Sie kamen alle als Opfer der Konzentrationslager des Naziterrors ums Leben. Die Mehrzahl von ihren waren Juden. Die Namen von einigen sind unbekannt.
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Wachet! Denn ihr wißt nicht, welche Stunde der Herr kommen wird.

Das obeliskartige Denkmal der Beliebung erinnert an die großherzige Stiftung des Geländes. Am 14.6.1827 beschlossen der Vorstand, die Beisitzer und die Zwölfer-Beliebung, dass vor dem Grab des ersten Toten der Beliebung ein Monument der Gilde errichtet werden soll. Aber der Bürgermeister der Stadt Eckernförde konnte die Kirchengemeinde und die maßgebenden Persönlichkeiten der Beliebung davon überzeugen, dass das Stiftungsdenkmal inmitten des Achsenkreuzes des Friedhofes errichtet werden müsste. (O)

Was ist der Tod? Das Ende alle Angst und Noth. Entlaßung aus dem Joch der Erde, auf daß der Knecht ein Bürger werde.

Am 25. Juny 1629 wurde dieses Beliebung errichtet.

Alles vergänglich Ding muß ein Ende nehmen.



Fahret fort und trages Einer des Anderen Last.

Aus der Mitte des Vereins ward zuerst hier bestattet Hans Kühl gest. d. 25 Juny 1827























