Gut Deutsch-Nienhof

  • verputzter Dreiflügelbau in klassizistischen Formen
  • im Kern Ende 16. Jh. – im Besitz der Rantzaus
  • Umbauten 1694 – im Besitz der von Ahlefeld
  • eine erste Parkanlage entsteht
  • Umbauten 1792-1801 durch Carl Gottlob Horn
  • Umbauten 1907-09 – im Besitz von Paul von Hedemann-Heespen (Landeshistoriker)
Scheune – Fensterfront Richtung Straße
verfallene Kate an der Ecke der L255
das verlassene Gärtnerhaus in der Parkanlage

Fotos 21. Februar 2026


Rund um das Gut befinden sich megalithische Großsteingräber. Ein schöne Übersicht gibt es hier (externer Link):

Allerlei im Netz gefundene Infos zu der Gutsanlage:

1472 wurde das heutige Gut Deutsch-Nienhof bereits als „Nyenhov“ erwähnt. Das Herrenhaus, das seitlich neben dem Wirtschaftshof liegt, ist ein zweigeschossiger Dreiflügelbau. Der verputzte Ziegelbau geht auf eine dreiflüglige Wasserburg von Tönnies Rantzau zurück, die wohl im 3. Viertel des 16. Jahrhunderts errichtet wurde.
1694 erfolgte der Umbau unter Heinrich von Ahlefeldt und um 1770 erstellte G. Greggenhofer aus Eutin einen Fassadenplan, der zwar nicht ausgeführt, aber für die Neugestaltung in klassizistischen Formen von 1792 grundlegend wurde. Es entstand ein fünfachsiger Haupttrakt, dessen drei mittlere Achsen unter einem Zwerchhaus mit flachem Giebel zusammengefasst sind. Der Säulenportikus und die seitlichen Achsen und Kanten der Flügel sind durch flache Rustizierung besonders betont.
Die Walmdächer und die Rückfront wurden 1907–1909 und 1952 verändert. Das Gebäudeinnere wurde 1907–1909 nach der Vorstellung des damaligen Besitzers, des Juristen und Historikers Paul von Hedemann-Heespen, weitgehend umgestaltet. Die Eingangshalle wurde in Formen des geometrischen Jugendstils zweigeschossig und geräumig umgebaut.
Die Bibliothek umfasst circa 11.000 Bände mit einer vorzüglichen Abteilung zur schleswig-holsteinischen Geschichte und Landeskunde. Im Ostflügel ist eine schlichte Stuckdecke um 1750 erhalten. Hinter dem Herrenhaus erstreckt sich ein weitläufiger, abwechslungsreicher Landschaftspark, entstanden nach 1837.

Quelle: Deutsche Stiftung Denkmalschutz


Das Gut Deutsch-Nienhof liegt im Herzen Schleswig-Holsteins und gehört zu den auch außerhalb Schleswig-Holsteins bekannten „Drei Schlössern am Westensee“. Kern von Deutsch-Nienhof ist das klassizistische Herrenhaus sowie der weiträumige Landschaftspark mit Wald und altem Baumbestand. Das Gut besteht mit über 25 Gebäuden aus dem historischen Gutshof, dem Wirtschaftshof sowie dem Dorf Deutsch-Nienhof. Seit Jahrhunderten wird auf Deutsch-Nienhof verantwortungsvolle Land- und Forstwirtschaft betrieben.
Das ehemalige adelige Gut Deutsch-Nienhof wurde 1472 erstmals erwähnt. Anfang des 16. Jahrhunderts war es im Besitz der Familie Rantzau, die eine dreiflügelige Wasserburg errichteten, welche das Fundament, des Ende des 18. Jahrhunderts umgestalteten heutigen Herrenhauses bildete.
„Das von Georg Greggenhofer im 18. Jahrhundert entworfene barocke Torhaus für Gut Deutsch-Nienhof wurde nie auf unserem Gutshof errichtet. Es kann heute als Torhaus des Freilichtmuseums in Molfsee bewundert werden“, weiß Sven von Hedemann-Heespen zu berichten. Seit 1984 betreibt Sven von Hedemann-Heespen Gut Deutsch-Nienhof und führt gerne Gäste durch das Herrenhaus mit seiner besonderen Bibliothek. Ab einer Gruppe von 15 Personen können Führungen im Herrenhaus gebucht werden.

Quelle: Jens Mecklenburg, Nordische Esskultur

Gartenansicht • Netzfund