Falckstraße 9 in der Kieler Altstadt; ehemaliges Franziskanerkloster „Marienkloster“ – heute theologisches Studienhaus und Veranstaltungsort. Gegründet 1240 vom Stadtgründer Adolf IV. Edler Herr von Schauenburg, Graf von Holstein, Stormarn und Wagrien (1204-1261).

  • gehörte zur Kirchenprovinz DACIA
  • Aufhebung 1530
  • Armen- und Gästehaus in der Klausur
  • 1665 Gründungsort der Christian-Albrechts-Universität Kiel und Nutzung durch diese bis 1768
  • Abriss der Klausurbauten
  • die Heiligengeistkirche wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.

Zur Erinnerung an Graf Adolf IV. befindet sich auf dem Gelände des Klosters ein Denkmal in drei Teilen.
Die Bronzegüsse sind von Karl-Henning Seemann – aufgestellt 2005.

Die Statue

vor dem Platz der einstigen Klosterkirche zeigt Adolf IV. beim Anziehen der Mönchskutte und gleichzeitigem Ablegen der Ritterrüstung. Nach dem Sieg über Waldemar II. von Dänemark 1227 bei Bornhöved entsagte Adolf IV. auf Grund eines Gelübdes der Macht und wurde Franziskanermönch im Kieler Kloster.

Das Memorial

steht an der Stelle des früheren Altars und nahe der einstigen Grablege des Stadtgründers. Es zeigt das schematisierte Stadtbild Kiels, wie es sein Landesherr Adolf IV. 1242 gegründet hat.

Der Lebensbrunnen

im Westen des einstigen Kirchenraums ist einem Taufbecken nachempfunden.

Von der einstigen Anlage hat sich nur der Westflügel mit dem Kreuzgang und dem Refektorium erhalten.

Schmerzensmann • Jörg Plickat • Granit, 1989
Kreuzgang • Foto: Matthias Friedemann – Stadtarchiv Kiel
Grabplatte im Kreuzgang • Foto: Friedrich Magnussen • Der Grabstein wurde erst 100 Jahre nach dem Tod von Adolf IV. aufgestellt.
Klosterkirchhof um 1900
Adolf IV. als Mönch auf seinem Totenbett • Quelle: Kupferstichblatt des ,,Westphalens Monumenta ineddita“


Kommentare

Eine Antwort zu „Kloster Kiel“

  1. […] wurde der Altar 1460, ursprünglich für die Kirche des Kieler Franziskanerklosters nebenan. Dieses wurde 1542 im Zuge der Reformation aufgelöst. Doch die Kieler Bürgerinnen und […]